staubwedler

Mountainbiketour auf den Herzogstand


Der Frühling bricht an und meiner erste Mountainbiketour in diesem Jahr steht, außer einer über die Wintermonate nachgelassenen Kondition, nichts im Wege. Um 4 Uhr klingelt der Wecker – Sachen gepackt – ab zum Kochelsee…

Gegen 5:30 Uhr parke ich auf einem kleinen Parkplatz an der Kesselbergstraße und genieße den Sonnenaufgang über dem nebelverhangenen Kochelsee. Dann noch ein Abstecher zum Walchensee und schon kann es von Urfeld los gehen – rauf auf den Herzogstand!

Bis zum Gipfel auf 1731 Metern sind es ca. 5 km. Distanz, in denen etwa 700 Höhenmeter zu bewältigen sind. Es geht also von Anfang an mit guter Steigung stetig bergauf. Der Forstweg windet sich im Wald mehrmals kreuzend an einer kleinen Skiabfahrt Richtung Berggasthaus-Herzogstand, welches sich auf 1575 Metern befindet.

Einst erichtete 1857 König Max II. etwas unterhalb des heutigen Gasthauses ein Jagdhaus. Sein Sohn König Ludwig II. erbaute 1865 dann das so genannte Königshaus, in dem er einige Male anwesend war. 1990 brannte das Anwesen durch einen kaputten Kamin völlig nieder.


Am Herzogstand-Gasthaus heisst es dann für Radler absteigen und zu Fuß die letzten 200 Höhenmeter bewältigen. Im Sommer könnte man sicherlich noch 100-200m näher zum Gipfel fahren, ab dann ist jedoch definitv absatteln angesagt. Bei mir lag teils noch viel Schnee, so dass für mich am Gasthaus Schluss war und es zu Fuß weiter ging.


Schon recht früh kann man erkennen, dass sich das Gipfelkreuz nicht auf dem echten Gipfel befindet, sondern etwas unterhalb auf einem Ausleger. Auf dem Gipfel gibt es dafür einen kleinen Pavilion, der jedoch schon gut in die Jahre gekommen ist und teils nicht mehr begehbar ist. Oben angekommen wird man von einer perfekten Rundumsicht belohnt, die bei gutem Wetter bis nach München reicht.